Inklusion in den ARD-Programmen

Gebärdensprache

Barrierefreie Angebote – was genau ist das?

Untertitelung, Audiodeskription, Gebärdensprache – das sind die so genannten barrierefreien Angebote, mit denen die ARD allen Zuschauern ermöglicht, das vielseitige Informations- und Unterhaltungsprogramm zu erleben.

Was steckt hinter diesen Zusatzangeboten und wo sind die speziellen Features zu finden?

Anni Dunkelmann erklärt in diesem Video unter anderem wo die akustische Bildbeschreibung eingestellt werden kann, wie der Untertitel in der Lieblingsfarbe erscheint und wie man sich einen Gebärdendolmetscher quasi nach Hause holt.

Entstehung

Beim Fernsehen müssen Gebärdensprachdolmetscher so vorgehen, dass sie von möglichst vielen Hörbehinderten verstanden werden. Deswegen wird eine moderne Form des Simultandolmetschens benutzt, die neben Gebärden auch viele Lippenbewegungen beinhaltet.
Für die Produktion einer Sendung mit Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen wird ein Studio eingerichtet, in dem die Aufzeichnung des Gebärdensprachdolmetscher parallel zur Live-Sendung erfolgt. Vom Sendetechniker wird die Gebärdeübersetzung in der Regie mit dem Bild der Live-Sendung zusammengemischt und ausgespielt. Nachrichtensendungen live in Gebärde zu übertragen ist eine besondere Herausforderung, die hohe Konzentration, Schnelligkeit und ein gutes Hintergrundwissen erfordert. Da bis kurz vor der Sendung noch aktuelle Nachrichten einfließen, gibt es für die Gebärdensprachdolmetscher keinen fertigen Text, mit dem sie sich vorbereiten können.

Sendungen mit Gebärdenspracheinblendungen

Die ARD hat den Anteil der Sendungen, die mit Gebärdenspracheinblendungen angeboten werden, in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Die 20.00-Uhr-Tagesschau, die Phoenix mit Gebärdenspracheinblendungen sendet, wird von Gebärdensprachdolmetschern während der Live-Sendung also simultan übersetzt und steht täglich in der Mediathek zur Verfügung. Die politische Magazine im Ersten „Kontraste“, „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“, „Report München“ sowie „Report Mainz“ werden mit Gebärden versehen und in den Mediatheken bereitgestellt, ebenso wie die Sendungen „Wissen macht Ah!“, die „Sendung mit der Maus“ und das „Sandmännchen“. Die MDR-Nachrichtensendungen „MDR aktuell“ und „MDR um 11“ können Sie über das Internet mit Gebärdensprache empfangen - entweder über die Livestreams oder über Smart-TV im HbbTV. Nach der Ausstrahlung dort sind die Sendungen auch noch jeweils noch sieben Tage abrufbar.

Weitere Sendungen mit Gebärdenspracheinblendungen finden Sie in der ARD-Mediathek bzw. den Mediatheken der Landesrundfunkanstalten. Das Erste bietet „Anne Will“, „hart aber fair“ " sowie die ARD Brennpunkte über HbbTV live mit Gebärdespracheinblendungen an.

 

Empfang

Die Gebärdespracheinblendungen können mit der Fernbedienung über die ARD-Startleiste des Ersten aufgerufen werden. Voraussetzung für die Nutzung ist ein HbbTV-fähiges Empfangsgerät (Smart-TV oder Set-Top-Box), das mit dem Internet verbunden ist. Sendungen mit Gebärdespracheinblendungen können auch im Internet über den Livestream verfolgt werden.
Informationen über Sendungen mit Gebärdensprache finden Sie bei programm.ard.de. Dort gibt es eine Übersicht über alle Sendungen der ARD mit Gebärdensprache: https://programm.ard.de/TV/TV-mit-Gebaerdensprache/Startseite.
Weitere Angebote der Landesrundfunkanstalten im Überblick:
https://www.mdr.de/barrierefreiheit/gebaerdensprache/index.html
https://www.ndr.de/fernsehen/service/gebaerdensprache/Videos-in-Gebaerdensprache,gebaerdenvideos101.html
https://www.butenunbinnen.de/service/barrierefreie-angebote/gebaerdensprache102.html
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/videos-dgs-100.html

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telefonisch unter 0331-585 696 06
Montag bis Freitag von 9.00 - 21.00 Uhr
(nicht an gesetzlichen Feiertagen)