Top of the Docs 2018:

Die ARD vergibt Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro und kündigt eine neue Dokumentationsreihe für montags um 20:15 Uhr im Ersten an

Zum sechsten Mal traf sich am gestrigen Mittwoch das Who-is-who der deutschen Dokumentarfilmszene beim ARD-Branchentreff „Top of the Docs" im ARD-Hauptstadtstudio.

Über den diesjährigen Preis des ARD-Doku-Wettbewerbs freut sich das Filmkollektiv „Das Kind mit der goldenen Jacke": Julia Neuhaus, Nikolai von Graevenitz, Mathieu Miville, Nathan Nill und Caroline Scheller haben mit ihrem Exposé „Doomsday Proof" 250.000 Euro Preisgeld gewonnen. In ihrem Dokumentarfilm, der vom NDR und BR betreut wird, geht es um Menschen, die im Fall großer Katastrophen auf jeden Fall überleben möchten und die dafür viel Geld, Zeit und immense Kreativität aufwenden. „Das Filmkollektiv hat sich mit seinem außergewöhnlichen und schrägen Konzept gegen 21 Mitbewerber durchgesetzt", gratulierte ARD-Chefredakteur Rainald Becker.

Unter dem Titel „Was Deutschland bewegt" kündigte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, eine Dokumentarfilmreihe für montags um 20:15 Uhr im Ersten an: „Um den Montag als den Informationstag im Ersten weiter zu akzentuieren, wollen wir uns mit sechs brisanten Dokumentationen relevanten Themen widmen, die fallweise bei ‚hart aber fair‘ von Frank Plasberg mit seinen Gästen weiter diskutiert werden. An diesen sechs Montagen wird um 22:45 Uhr die junge, innovative Reportage-Reihe ‚Rabiat!‘ von Radio Bremen laufen." In diesem neuen Format begibt sich eine Reporterin oder ein Reporter für mehrere Tage in einen möglichst unentdeckten und exotischen Mikrokosmos, der Rückschlüsse auf die bundesdeutsche Gesellschaft erlaubt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von WDR-Intendant Tom Buhrow: „Bei ‚Top of the Docs‘ begeistert mich jedes Mal, welche Vielfalt an dokumentarischen Filmen wir gemeinsam mit den Produzenten und Kreativen Jahr für Jahr auf die Beine stellen. Ohne die Beteiligung der öffentlich-rechtlichen Sender wäre es praktisch unmöglich, solche Projekte zu realisieren - sei es die bildgewaltige Naturdoku oder das relevante gesellschaftspolitische Dokudrama."

Die stellvertretende ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin, Karola Wille, betonte die große Bedeutung des partnerschaftlichen Dialogs mit den Produzentinnen und Produzenten: „In unserer ‚ARD-Programmwerkstatt zur Zukunft dokumentarischer Produktionen‘ haben wir in Leipzig schon zweimal intensiv über Inhalte, Sendeplätze und Budgetfragen diskutiert. Redakteurinnen und Redakteure aus allen ARD-Landesrundfunkanstalten und von Arte kommen hier mit den Produzenten/innen und Autoren/innen zusammen, um konstruktiv miteinander zu sprechen und gemeinsame Lösungsansätze zu finden. Der Termin für die dritte Programmwerkstatt in Leipzig steht mit dem 1. November 2018 übrigens schon fest."

Prominentester Gast aus der Politik war am gestrigen Abend der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas, der auf dem Podium mit den Machern des aufsehenerregenden Dokumentarfilms „The Cleaners" (WDR) sprach: ein Film über die geheimen Löschroutinen bei Facebook & Co.

Der Schauspieler Joel Basman präsentierte „18 - Krieg der Träume" (SWR, WDR, NDR, RBB, ARTE), eine mehrteilige Dokumentation, die die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet. Er spielt die Hauptrolle in der Produktion, die im 3. Quartal 2018 im Ersten gezeigt wird.

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