Spezial

Abschaltung analoger Signale im Kabelnetz

In vielen Regionen Deutschlands stellen Kabelnetzbetreiber die Weiterleitung analoger Signale ein. Sie transportieren dann nur noch digitale Signale zu ihren Kunden. Wer bisher noch analoges Fernsehen und Radio empfängt, muss handeln. Wer bereits digitales Fernsehen empfängt, muss möglicherweise einen Sendersuchlauf durchführen.

Bis Ende 2018/Anfang 2019 soll die analoge Verbreitung von Fernsehprogrammen beendet sein.

Die ARD stellt bereits seit 2012 ihre Programme nur noch digital bereit. Die Vorteile des digitalen Empfangs sind bessere Bild- und Tonqualität sowie viele Zusatzdienste, zum Beispiel digitale Untertitel, Audiodeskription und HbbTV.

Nachdem der große Kabelnetzbetreiber Unity Media bereits im Jahr 2017 seine Netze in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen auf ausschließlich digitalen Empfang umgestellt hat, werden ab August 2018 nahezu alle weiteren Kabelnetzbetreiber ihre Kunden mit analogen Kabelanschlüssen nach und nach auf rein digitale Verbreitung umstellen. In den Bundesländern Bayern und Sachsen besteht sogar eine gesetzliche Verpflichtung zur Beendigung der analogen Ausstrahlung im Kabelnetz.

Gleichzeitig ist die Verbreitung der UKW-Radioprogramme über das Kabelnetz betroffen. Sie wird von der Mehrzahl der Netzbetreibern eingestellt!

Wechsel zur digitalen Empfangstechnik Fernsehen

Haushalte, die weiterhin über Kabel (DVB-C) ihre Programme empfangen möchten oder über die Mietnebenkosten an einen Kabelanschluss gebunden sind, müssen auf den digitalen Empfang wechseln und benötigen ein DVB-C-fähiges Endgerät. Ist ein Flachbild-Fernseher vorhanden, der nicht älter als 6 Jahre ist, verfügt dieser höchstwahrscheinlich über einen  DVB-C-Tuner/Receiver. Hier muss lediglich ein Sendersuchlauf im DVB-C-Netz durchgeführt werden.
Ältere Fernsehgeräte bis hin zu Röhrenfernsehern können mit einer Set-Top-Box aufgerüstet werden. Prüfen Sie vor dem Kauf die Anschlüsse, die sich meist auf der Rückseite des TV-Gerätes befinden!

Die am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten sind der analoge SCART-Eingang und der digitale HDMI-Eingang. Wenn vorhanden, sollten immer die HDMI-Anschlüsse verwendet werden, da sich nur so die beste Bildqualität erzielen lässt.

Wechsel im Radio
Kunden, die bisher UKW-Radio über den Kabelanschluss genutzt haben, müssen in jedem Fall handeln, denn der Dienst wird abgeschaltet.

Folgende Lösungsoptionen sind möglich:
• Wer weiterhin seinen UKW-Empfänger nutzen möchte, sollte eine Stab- oder Wurf-Antenne an die Antennenbuchse des Empfangsgeräts anschließen.

• Darüber hinaus können Sie auch auf digitalen Empfang wechseln. DAB+ bietet ein besseres, rauschfreies Hörerlebnis, ein größeres Programmangebot und viele weitere Zusatzdienste. Entsprechende Geräte sind in allen Ausstattungsvarianten und Preisstufen verfügbar. Mehr Infos unter www.dabplus.de

• Daneben gibt es auch die Möglichkeit, über digitales Kabel die Radioprogramme zu empfangen. Lassen Sie sich im Handel zu passenden Set-Top-Boxen beraten.

Alternativen Empfangswege für Fernsehen

Wird grundsätzlich ein neues Empfangsgerät benötigt, kann auch der Wechsel auf einen anderen Verbreitungsweg in Erwägung gezogen werden.

Als Alternativen zum analogen Kabelanschluss bieten sich folgende Empfangswege an:


DVB-T2 HD: Das neue terrestrische Antennenfernsehen lässt sich in vielen Teilen Deutschlands nutzen. Der Empfang ist einfach einzurichten und in vielen Regionen mit einer kleinen Zimmer- oder Außenantenne realisierbar. Entsprechende Set-Top-Boxen sind in allen Preis- und Ausstattungsvarianten im Markt verfügbar. Für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF fallen - anders als beim Kabelanschluss – keine monatlichen Zusatz-Gebühren an. Der Großteil der privaten Programme wird kostenpflichtig über die Plattform „freenetTV“ angeboten.


Vorteile:

• höhere Programmvielfalt gegenüber analogem Kabel
• keine weiteren Fixkosten für den Empfang von ARD und ZDF
• ausgezeichnete Bildqualität

DVB-S/S2: Der Umstieg auf den Satellitenempfang ist mit einem höheren, jedoch einmaligen, Installationsaufwand verbunden. Er bietet im Anschluss aber die größte Programmvielfalt aller Übertragungswege. Die Programme von ARD und ZDF sind sowohl in SDTV als auch HDTV ohne monatliche Zusatz-Gebühren zu empfangen. Private Programme sind in SDTV ebenfalls ohne zusätzliche Kosten zu empfangen. Viele HDTV-Angebote werden kostenpflichtig über die Plattform „HD+“ angeboten.


Vorteile:
• umfangreichstes Programmangebot
• keine Fixkosten für den Empfang von ARD und ZDF in HD und SD
• keine Fixkosten für den Empfang von privaten Programmen in SD

Wer schon digitales TV-Programm empfängt, muss Sendersuchlauf durchführen

Zeitgleich mit der Abschaltung der analogen Programmverbreitung wird eine Umsortierung der Programmbelegung der digital übertragenen Fernseh- und Radioprogramme durchgeführt. Viele moderne Fernsehgeräte mit digitalem Kabelempfang sowie die von den Kabelnetzbetreibern bereitgestellten Receiver erkennen die Frequenzänderungen in der Regel automatisch. Bei diesen Geräten kann sich allerdings der bisher zugewiesene Programmplatz verschieben. Dann müssen die Programme nach der Aktualisierung gegebenenfalls neu sortiert werden.

Zuschauerinnen und Zuschauer, die über kein Empfangsgerät des Kabelnetzbetreibers verfügen, müssen nach der Umstellung einen Sendersuchlauf an ihrem Empfangsgerät (TV-Gerät mit integriertem Receiver oder Set-Top-Box) durchführen und die Programme neu sortieren. Individuelle Favoritenlisten müssen in jedem Fall neu angelegt werden. Der Sendersuchlauf wird über die Menü-Einstellung des jeweiligen Geräts gestartet. Nach erfolgreicher Durchführung des Sendersuchlaufes wird die Anzahl der verfügbaren Programme in der Senderliste angezeigt.

Falls die neuen Programme nicht automatisch erkannt werden und auch der Sendersuchlauf nicht weiterhilft, ist ein Zurücksetzen auf Werkseinstellung bzw. Lieferzustand notwendig. Das Zurücksetzen auf die Werkseinstellung unterscheidet sich je nach Fernsehgerät. Anschließend muss erneut ein Sendersuchlauf durchgeführt werden. Programmsortierung sowie Favoritenlisten müssen neu angelegt werden.

FAQ

Fragen und Antworten zu DVB-T2 HD

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FAQ

Fragen und Antworten zum digitalen Fernsehen

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