Von A bis Z - Die technische Seite des Fernsehens

HbbTV

Fernsehen trifft Internet – HbbTV ("Hybrid broadcast broadband TV") eröffnet Ihnen die Möglichkeit, ergänzend zum bisherigen Fernseherlebnis multimediale Inhalte zu nutzen: Das lineare Fernsehprogramm wird mit On-Demand-Inhalten aus dem Internet verknüpft. Mit HbbTV können Sie redaktionelle Zusatzdienste aus dem laufenden Programm heraus aufrufen. Ein Druck auf den roten Knopf der Fernbedienung, den "Red Button", genügt – und schon steht Ihnen eine Vielfalt programmbezogener Services zur Verfügung. Sendungen, Programme und Services der ARD sind über eine Startleiste miteinander vernetzt und abrufbar. Dazu gehören die Video-on-Demand-Angebote der Mediatheken der ARD, die stets aktualisierte Tagesschau-Anwendung, die ARD-Videotexte (» Teletext) in modernem, funktionalen Design und die Elektronische Programmvorschau (» EPG) der ARD. Weitere Fernseh-, Radio- und Video-on-Demand-Applikationen einzelner Landesrundfunkanstalten mit regionalem Schwerpunkt ergänzen das HbbTV-Angebot der ARD. Für das multimediale Fernseherlebnis benötigen Sie einen HbbTV-fähigen Fernseher oder einen entsprechenden externen Receiver (» Empfangsgerät). Möglich wird die vollständige Darstellung aller Inhalte durch einen Breitband-Internetanschluss.

High Definition Television (HDTV)

"HDTV" ist ein digitaler, hochauflösender TV-Standard, der für brillante, gestochen scharfe Bilder und satte Farben steht. Durch die hohe Auflösung mit bis zu fünfmal mehr Bildpunkten als beim herkömmlichen TV-Standard, werden Fernsehbilder feiner gezeichnet und kleinste Details sichtbar. HDTV wird im Breitbildformat 16:9 ausgestrahlt, dank Dolby Digital erreicht der Ton Kinoqualität.

Fast alle ARD-Programme werden in den kommenden Jahren in hochauflösender Qualität angeboten – unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten: Nachdem Das Erste HD seit 2010 und ARTE HD bereits seit 2009 parallel zum Standard-TV (» Simulcast) ausgestrahlt werden, sind am 30. April 2012 auch die Dritten Programme von BR, NDR, SWR und WDR sowie die Partnerprogramme PHOENIX, 3sat und KiKA in HD-Qualität hinzugekommen. Die Fernsehprogramme von hr, MDR und rbb sowie die Digitalprogramme EinsExtra, Einsfestival und EinsPlus werden seit Anfang 2014 in hochauflösender Qualität ausgestrahlt.

Um das hochauflösende Fernseherlebnis genießen zu können, benötigen Sie einen HD-fähigen Monitor sowie einen speziellen HD-Receiver, falls dieser nicht bereits in Ihrem Fernsehgerät integriert ist. HDTV können Sie über DVB-S2, über IPTV und, abhängig vom Angebot des Kabelnetzbetreibers, über DVB-C empfangen. Über DVB-T wird derzeit kein HD-Signal ausgestrahlt.

HD-Bildauflösung

Für HDTV gibt es unterschiedliche Auflösungsformate. Die ARD hat sich für den Standard 720p/50 mit 50 Vollbildern pro Sekunde als Ausstrahlungsformat entschieden und folgt damit der Empfehlung der European Broadcasting Union (EBU). Es werden doppelt so viele Vollbilder pro Sekunde übertragen wie beispielsweise beim Halbbildformat 1080i/25. 720p löst Bewegungen flüssiger auf, der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist deutlich besser.

HD READY / FULL HD

Endgeräte, die für die Darstellung von HDTV geeignet sind, tragen das "HD ready"-Logo, ein Gütezeichen des europäischen Industrieverbandes DIGITALEUROPE. In diesem Fall wird zusätzlich zum Display ein HDTV-Receiver benötigt. Dieser kann bereits im Fernsehgerät integriert sein (IDTV, » Empfangsgerät). HDTV-Receiver und IDTVs sind mit einem "HDTV"-Logo versehen. Die unterschiedlichen "Full HD"-Logos sind Kreationen der Hersteller. Sie sagen aus, dass das Display eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten besitzt. Das "HD ready"-Logo bei Displays beziehungsweise das "HDTV"-Logo mit dem Zusatz 1080p bei integrierten Geräten ist für den Empfang von HDTV aussagekräftiger.

HD +

HD+ ist eine senderunabhängige, digitale Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra. Einige Privatsender bieten hier ihre verschlüsselten HDTV-Programme an. Für den Empfang dieser Programme wird eine spezielle HD+-Smartcard benötigt, für deren Benutzung nach Ablauf eines Jahres eine Servicegebühr zu entrichten ist. Als Empfangsgerät ist entweder ein mit dem "HD+"-Logo gekennzeichnetes Gerät erforderlich oder ein Gerät mit CI+-Interface, für das zudem ein für HD+ geeignetes Modul notwendig ist (» Schnittstelle). Sämtliche Programme der öffentlich-rechtlichen Sender inklusive der neuen HD-Angebote sind auf den mit HD+ gekennzeichneten Geräten unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten zu empfangen (» Free-TV).

Hypertext Markup Language (HTML)

Alle im World Wide Web aufrufbaren Seiten basieren auf der Seitenbeschreibungssprache HTML. Die Darstellung erfolgt in Webbrowsern, zum Beispiel Firefox oder Internet Explorer. » HbbTV-fähige TV-Geräte bzw. Receiver sind in der Lage, speziell dafür erstellte HTML-Seiten darzustellen und diese über DVB-Signalisierung via "Red Button" auf einfache Weise mit der TV-Fernbedienung aufzurufen. So entsteht eine Verknüpfung von Fernsehen und Internet.

Interaktives Fernsehen (ITV)

"ITV" ist ein Sammelbegriff für verschiedene Standards und steht für interaktives Fernsehen. Zum interaktiven Fernsehen zählen neuere technische Entwicklungen wie der » HbbTV-Standard, der es mit HbbTV-fähigen Endgeräten unter anderem erlaubt, per Knopfdruck direkt aus dem Fernsehprogramm heraus Inhalte aus dem Internet aufzurufen. Neben dem eigentlichen Fernseh- und Radioprogramm kommen Sie beim digitalen Rundfunkempfang in den Genuss von "fernsehgebundenen Zusatzdiensten". Diese direkt abrufbaren Services wie die Elektronische Programmvorschau (» EPG), die » Mediatheken der ARD oder die ARD-Videotexte (» Teletext) können über den Standard » HbbTV übermittelt werden.

Internet Protocol Television (IPTV)

Beim "IPTV" wird von einem » Provider den Abonnenten ein festes Programmbouquet in seinem geschlossenen Breitbandnetz kostenpflichtig zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zur Übertragung über das Internet kann in diesem Fall eine Dienstgüte, das heißt Verfügbarkeit, garantiert werden. Die Übertragung erfolgt innerhalb des geschlossenen Netzes mittels Internet Protocol (IP). Die Fernsehprogramme der ARD sind seit Oktober 2006 als IPTV über DSL-Netze zu empfangen (» Breitbandanschluss).

Internet-TV

Beim "Internet-TV" (auch » Web-TV) können beliebige Inhalte und Programme, die frei verfügbar im Internet zugänglich sind, zu jeder Zeit und überall genutzt werden. Im Gegensatz zu » IPTV kann das störungsfreie » Streaming bei Internet-TV nicht garantiert werden, da im Internet keine zugesicherte, konstante Datenrate besteht. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel die zeitgleiche Übertragung von Sendungen (Live-Streaming) oder das zeitversetzte Abrufen von » Video-on-Demand-Angeboten, etwa über die » Mediatheken der ARD.

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