FAQ Abschaltung analoges Kabel

Wie verbreitet die ARD ihre Fernseh-Programme?

Die Programme der ARD sind über Satellit (DVB-S/2), Terrestrik (DVB-T/T2 HD), Kabel (DVB-C), IPTV und das Internet abrufbar.

Dabei werden die Kosten für die Übertragung über Satellit, Terrestrik sowie für die ARD-eigenen Live-Streams aus dem Rundfunkbeitrag gedeckt. D.h. nutzt ein Haushalt diese Verbreitungswege, entstehen für den Empfang der ARD-Programme keine weiteren Gebühren.

Warum beendet die ARD die analoge Fernseh-Programmverbreitung?

Die ARD hat die analoge Programmverbreitung auf den eigenen Verbreitungswegen bereits 2012 beendet. Seit diesem Zeitpunkt stellt die ARD ihre Programme auf den von ihr verantworteten Empfangswegen (s.o.) nur noch digital bereit.

Viele Kabelnetzbetreiber haben ihren Kunden bisher oft noch die Möglichkeit geboten, die Programme der ARD über ihre Netze in analoger Qualität zu nutzen. Dazu werden die digitalen Programmsignale von den Kabelnetzbetreibern in eigener Verantwortung in analoge Signale umgewandelt.

Die ARD hat diese Umwandlung geduldet, empfiehlt ihren Zuschauerinnen und Zuschauern aber die Nutzung der digitalen Programmangebote. Die Vorteile des digitalen Empfangs sind eine bessere Bild- und Tonqualität sowie zahlreiche Zusatzdienste wie u.a. digitale Untertitel, Audiodeskription und HbbTV.

Warum beenden die Kabelnetzbetreiber die analoge Kabel-Programmverbreitung von Fernsehen und Hörfunk?

Nach Satellit und Antenne wird demnächst auch das Kabel volldigitalisiert sein – zumindest beim Fernsehempfang. Generell ist die analoge Programmverbreitung in hohem Maße ineffizient und kostenintensiv.

Die Landesmedienanstalten haben die Analogabschaltung für 2018 vorgesehen. In Bayern und Sachsen ist die Beendigung der analogen Programmverbreitung gesetzlich vorgeschrieben und umfasst dort auch die analogen Hörfunksignale im Kabel. Angängig vom jeweiligen Kabelnetzbetreiber kann aber auch in den übrigen Bundesländern die Verbreitung analoger Hörfunkprogramme eingestellt werden.

Als erster Kabelnetzbetreiber hat Unitymedia bereits 2017 die Programmverbreitung des Fernsehens auf Digitalempfang umgestellt. In den entsprechenden Unitymedia-Netzen (Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen) ist analoges Fernsehen damit Geschichte; analoge Hörfunkprogramme können dort aktuell noch empfangen werden.

Hinweis: Für Fragen, die sich konkret mit der Abschaltung befassen, sollten sich Zuschauer bitte direkt an ihren Kabelnetzbetreiber wenden.

Dürfen die Kabelnetzanbieter die analoge Kabel-Programmverbreitung von Fernsehen und Hörfunk einseitig beenden?

Mit Beendigung der analogen Satellitenausstrahlung am 30. April 2012 endete für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Ära des analogen Fernsehens. Die Programmsignale werden seitdem nur noch digital bereitgestellt. Kabelnetzbetreiber müssen die Programme der ARD von digital nach analog wandeln, um sie analog zu verbreiten. Die Vorteile der Digitalisierung werden damit wieder beseitigt.

Die Kabelnetzbetreiber können die „Reanalogisierung“ im Rahmen ihres Geschäftsmodells vornehmen. Ebenso kann die analoge Kabel-Programmverbreitung durch die Kabelnetzbetreiber beendet und ausschließlich das digitale Programmsignal genutzt werden.

Die Hörfunk-Programme der ARD werden in vielen Kabelnetzen eingespeist.

Ist die Beendigung der analogen Kabel-Programmverbreitung mit der ARD abgestimmt?

Die Landesrundfunkanstalten werden durch den runden Tisch, an dem die Landesmedienanstalten, die Verbraucherverbände und die Kabelnetzbetreiber teilnehmen, vorab über Vorhaben in Zusammenhang mit der Beendigung der analogen Programmverbreitung informiert.

Welche Marktpartner bieten ebenfalls eine analoge Kabel-Programmverbreitung an?

Außer Unitymedia, die ihre Kabelnetze bereits in drei Bundesländern (Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen) umgestellt hat, haben nahezu alle weiteren Kabelnetzbetreiber Bestandskunden mit analogen Kabelanschlüssen.

Wann und wo beenden die Kabelnetzbetreiber die analoge Kabel-Programmverbreitung?

Die Beendigung erfolgt in mehreren Wellen. Vodafone und Unitymedia beenden die analoge Kabel-Programmverbreitung zunächst in der Region Landshut. Am 9. Januar 2018 wird dort die analoge Programmverbreitung von Fernsehen und Hörfunk eingestellt.

Nähere Informationen dazu, wann die Abschaltungen stattfinden, werden die Kabelnetzbetreiber ihren Kunden mitteilen.

Betrifft die Beendigung der analogen Kabel-Programmverbreitung nur das Fernsehen?

Vodafone und Unitymedia stellen zum Stichtag 09.01.2018 sowohl die analoge Verbreitung der Fernsehprogramme als auch die des Hörfunks ein.

Betroffen sind somit sowohl Kunden, die einen analogen Kabelanschluss zum Empfang von Fernsehen nutzen, als auch Kunden, die einen digitalen Kabelanschluss nutzen jedoch die Hörfunkprogramme noch analog über Kabel erhalten.

Warum sehe ich seit dem 09.01.2018 kein Fernsehprogramm mehr?

Wenn Sie einen Kabelanschluss der Firma Vodafone nutzen und in der Region Landshut leben, sind Sie von der Beendigung der analogen Kabel-Programmverbreitung direkt betroffen. Sie müssen auf digitalen Empfang wechseln.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an Vodafone.

Hier finden Sie die Kontaktangaben zu Vodafone: https://kabel.vodafone.de/kontakt

Warum höre ich seit dem 09.01.2018 kein Radioprogamm mehr?

Wenn Sie einen Kabelanschluss der Firma Vodafone nutzen und in der Region Landshut leben, sind Sie von der Beendigung der analogen UKW-Programmverbreitung im Kabel betroffen.

Das gilt auch, wenn Sie bereits digitalen Empfang für das Fernsehen nutzen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an Vodafone. Alle Kontaktangaben finden Sie hier: https://kabel.vodafone.de/kontakt

Was muss getan werden, um weiterhin fernsehen zu können?

Es gibt mehrere Möglichkeiten: Grundsätzlich muss in jedem Fall auf den digitalen Empfang gewechselt werden.

• Haushalt möchte/muss weiterhin den vorhandenen Kabelanschluss nutzen
Ein DVB-C-fähiges Endgerät wird benötigt.

Viele Haushalte mit analogem Kabelanschluss haben bereits ein DVB-C-fähiges Fernsehgerät, nutzen aber noch die analogen Signale. Ist ein Flachbild-Fernseher vorhanden, der nicht älter als 6 Jahre ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein DVB-C-Tuner/Receiver bereits verbaut ist. Hier muss lediglich ein digitaler Sendersuchlauf durchgeführt werden.

Ältere Fernseher können mit einer Set-Top-Box aufgerüstet werden. Diese können sowohl vom Anbieter als auch im Handel erworben werden. Lassen Sie sich bezüglich der Anschlüsse beraten! Ältere TV-Geräte benötigen eventuell eine Set-Top-Box mit Scart-Verkabelung. Neuere Fernseher werden per HDMI verbunden. Für beide Wege sind Geräte erhältlich.

• Haushalt ist offen für einen anderen Verbreitungsweg
Wird ein neues Empfangsgerät benötigt, kann der Wechsel auf einen anderen Verbreitungsweg sinnvoll sein. Als Alternativen zum analogen Kabelanschluss bieten sich folgende Empfangswege an.

DVB-T2 HD:
Das neue terrestrische Antennenfernsehen lässt sich seit dem 29. März 2017 in vielen Teilen Deutschlands nutzen. Der Empfang ist einfach einzurichten und in vielen Regionen mit einer kleinen Zimmer- oder Außenantenne realisierbar.

DVB-S/S2:
Satellitenempfang ist mit einem höheren einmaligen Installationsaufwand verbunden, bietet im Anschluss aber die größte Programmvielfalt und geringe laufende Kosten.

Wird für den digitalen Fernsehempfang ein neues Endgerät benötigt?

Grundsätzlich muss das Empfangsgerät DVB-C-fähig sein, d.h. es muss die digitalen Signale empfangen und umwandeln können.

Viele Haushalte mit analogem Kabelanschluss haben bereits ein DVB-C-fähiges Fernsehgerät, nutzen aber noch die analogen Signale. Ist der Fernseher nicht älter als 6 Jahre, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein DVB-C-Tuner/Receiver bereits verbaut ist. Hier muss lediglich ein digitaler Sendersuchlauf durchgeführt werden.

Ältere Fernseher können mit einer Set-Top-Box aufgerüstet werden.

Für eine umfassende Beantwortung dieser Frage sollte sich der Zuschauer an den Kundenservice von Vodafone wenden: https://kabel.vodafone.de/kontakt

Kann ein Röhrenfernseher auch mit DVB-C genutzt werden?

Ja. Digitales Kabelfernsehen (DVB-C) kann auch mit einem Röhrenfernseher genutzt werden. Wichtig: die neue DVB-C-Set-Top-Box sollte einen SCART-Ausgang besitzen. Über diesen Ausgang lassen sich die meisten Röhrenfernseher direkt anschließen.

Welche Möglichkeit gibt es, ein vorhandenes TV-Gerät mit einer neuen Set-Top-Box zu verbinden?

Die am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten sind:
• der analoge SCART-Eingang
• der digitale HDMI-Eingang
Die Set-Top-Box der Wahl sollte auf die vorhandenen Anschlüsse abgestimmt sein. Wenn vorhanden, sollten immer die HDMI-Anschlüsse verwendet werden. Nur so lässt sich die beste Bildqualität erzielen.

Kann ein vorhandener Video- oder DVD-Recorder weiter genutzt werden?

Sofern das vorhandene Aufnahmegerät eine Aufnahme von einer externen Quelle zulässt, können die Geräte auch weiterhin zum Aufzeichnen von Programmen genutzt werden.

Wie kann weiterhin Hörfunk empfangen werden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Hörfunk zu empfangen.

• Haushalt möchte sein vorhandenes UKW-Gerät weiternutzen
Wenn das vorhandene UKW-Gerät weiter genutzt werden soll, dann muss eine Wurfantenne oder eine gesonderte Außen- oder Dachantenne angeschlossen werden.

Dies stellt die kostengünstigste Möglichkeit dar, weiterhin Hörfunk zu empfangen

• Haushalt ist offen für einen Wechsel auf digitalen Empfang
Es gibt zwei Möglichkeiten digitales Radio zu empfangen: DAB+ und digitaler Kabelempfang. Für beide Möglichkeiten wird ein gesondertes Gerät benötigt.

Mehr Informationen zu DAB+ auf https://www.dabplus.de/

Mehr Informationen zum digitalen Kabelempfang gibt der jeweilige Anbieter.

Darstellung: