Von A bis Z
GHI
HbbTV
Fernsehen trifft Internet: Der neue Fernsehstandard HbbTV („Hybrid Broadcast Broadband TV“) verbindet Fernsehen mit Inhalten aus dem Netz. HbbTV ermöglicht ein neues, interaktives TV-Erlebnis – nutzerfreundlich und individuell. Möglich wird die vollständige Darstellung => fernsehgebundener Zusatzdienste durch einen breitbandigen => DSL-Internetanschluss. Seit Juni 2010 ist HbbTV offizieller Standard der europäischen Standardisierungsbehörde (ETSI).
Die ARD zeigt, wie Sie aus dem laufenden Programm auf redaktionelle Zusatzdienste zugreifen können. Ein Tastendruck auf den roten Knopf der Fernbedienung genügt – und schon steht Ihnen eine Vielfalt programmbezogener Services zur Verfügung. Dazu gehören: => Video-on-Demand-Angebote aus den => ARD Mediatheken für alle, die Sendungen verpasst haben; Tagesschau-Anwendungen, die – stets aktualisiert – für den zeitsouveränen Abruf bereitstehen; Videotexte – allen voran der ARD Text – in einer modernen, digitalen Version und der => ARD EPG mit einer personalisierbaren Programmübersicht aller Sendungen und aller Sender der ARD. Weitere Fernseh-, Radio- und VoD-Applikationen einzelner Landesrundfunkanstalten mit regionalem Schwerpunkt ergänzen das HbbTVAngebot der ARD.
High Definition Television (HDTV)
„HDTV“ ist ein digitaler, hochauflösender TV-Standard, der für gestochen scharfe Bilder und satte Farben steht. Durch die hohe Auflösung mit bis zu fünfmal mehr Bildpunkten als der herkömmliche TV-Standard werden Fernsehbilder feiner gezeichnet und kleinste Details sichtbar. Auch auf sehr großen TV-Bildschirmen wird so eine Bildqualität geboten, die dem Live-Erlebnis vor Ort nahekommt. HDTV wird im Breitbildformat 16:9 ausgestrahlt; dank => Dolby Digital erreicht der Ton Kinoqualität.
Im Februar 2010 startete die ARD die => HDTV-Regelausstrahlung mit Das Erste HD, parallel zur Standard-TV-Ausstrahlung (=> Simulcast). Um „Gutes noch besser sehen“ zu können, benötigen Sie ein HD-fähiges Display sowie einen speziellen HD-Receiver, falls er nicht bereits im Fernsehgerät integriert ist. HDTV können Sie über => DVB-S2 und abhängig vom Angebot des Kabelnetzbetreibers über => DVB-C empfangen; über => DVB-T wird derzeit kein HD-Signal ausgestrahlt. Das HDTV-Angebot der ARD – Das Erste HD – sowie das Partnerprogramm ARTE HD wird unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten ausgestrahlt.
HD-Bildauflösung
Für HDTV gibt es unterschiedliche Auflösungsformate. Die ARD hat sich für den Standard 720p/50 mit 50 Vollbildern pro Sekunde als Ausstrahlungsformat entschieden. Damit werden doppelt so viele Vollbilder pro Sekunde übertragen wie beispielsweise bei 1080i/25. 720p löst Bewegungen feiner auf; der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist deutlich besser.
HD ready / Full HD
„HD ready“ ist ein Gütezeichen des europäischen Industrieverbandes DIGITALEUROPE. Endgeräte, die für die Darstellung von HDTV geeignet sind, tragen das„HD ready“- Logo. Zusätzlich zum Display wird ein HDTV-Receiver benötigt, falls er nicht bereits im Fernsehgerät integriert ist. Solche HDTV-Receiver bzw. integrierte Fernseher sind mit einem „HDTV“-Logo versehen. Die unterschiedlichen „Full HD“-Logos sind Kreationen der Hersteller. Sie sagen aus, dass das Display eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten besitzt. Das „HD ready“-Logo bei Displays bzw. das „HDTV“-Logo mit dem Zusatz 1080p bei integrierten Geräten ist für den Empfang von HDTV aussagekräftiger.
HD+
„HD+“ ist eine senderunabhängige, digitale Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra. Einige Privatsender bieten hier ihre verschlüsselten HDTV-Programme an. Für den Empfang dieser Programme wird ein spezieller HD+ Receiver sowie eine Smartcard benötigt, für deren Benutzung nach Ablauf eines Jahres eine Servicegebühr zu entrichten ist. Technische Voraussetzung für HD+ ist das => Common Interface Plus (CI+). Sämtliche Programme der öffentlich-rechtlichen Sender inklusive der neuen HD-Angebote sind auch auf mit HD+ gekennzeichneten Geräten zu empfangen (=> Free-TV), und das selbstverständlich unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten.
Hypertext Markup Language (HTML)
Dokumente auf der Basis von „HTML“ sind die Grundlage von Webseiten und werden von einem Webbrowser dargestellt. Neuere technische Entwicklungen auf der Basis von HbbTV verbinden HTML mit dem => DVB-Standard und ermöglichen die Verknüpfung von Fernsehen und Internet.
Interaktives Fernsehen (iTV)
„ITV“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene Standards und steht für interaktives Fernsehen. Zum interaktiven Fernsehen zählen => fernsehgebundene Zusatzdienste oder neuere technische Entwicklungen wie der => HbbTV-Standard, der es erlaubt, per Knopfdruck direkt aus dem Fernsehprogramm heraus Inhalte aus dem Internet aufzurufen.
Internet Protocol Television (IPTV)
„IPTV“ ist die Übertragung von Fernsehprogrammen über das Internet unter Verwendung des Internet Protocol (IP). Voraussetzung ist ein => Breitbandanschluss. IPTV wird meist von => Providern über geschlossene Netze kostenpflichtig angeboten. Die Fernsehprogramme der ARD sind seit Oktober 2006 als IPTV über => DSL-Netze zu empfangen.
Internet-TV
Beim „Internet-TV“ (auch => Web-TV) können beliebige Inhalte und Programme, die frei verfügbar im Internet zugänglich sind, zu jeder Zeit und überall genutzt werden. Das störungsfreie => Streaming kann bei Internet-TV – im Gegensatz zu IPTV – aufgrund der Eigenschaften des Internets nicht garantiert werden. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel die zeitgleiche Übertragung von Sendungen (Live-Streaming) oder das Abrufen von => VoD-Angeboten, etwa über die ARD Mediatheken.