ARD Digital

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25.05.2013 - 23:39 Uhr

Wir sind eins - ARD

FAQ

Was ist digitales Fernsehen?

Digitales Fernsehen ist die Übertragung von Bild, Ton und Zusatzdiensten in digitalisierter Form. Die digitale Programmübertragung hat im Vergleich zur analogen Verbreitung viele Vorteile: eine größere Auswahl an Fernseh- und Hörfunkprogrammen, eine höhere Bild- und Tonqualität und die Möglichkeit zur Übertragung von Mehrkanaltonsendungen in Dolby Digital.

Digitales Fernsehen wird Ihnen über drei Verbreitungswege angeboten, die Sie bereits vom analogen Fernsehen her kennen: über Satellit, Kabel und Antenne. Daneben gibt es neue Empfangswege wie IPTV und Web-TV. Weitere Möglichkeiten des digitalen Fernsehens werden durch interaktive Zusatzangebote eröffnet, etwa durch HbbTV. Der technische Standard zur digitalen Übertragung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen und von fernsehgebundenen Zusatzdiensten wird als DVB (Digital Video Broadcasting) bezeichnet. Hier wird je nach Verbreitungsweg unterschieden: Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T). DVB-T ermöglicht auch den mobilen Empfang auf Smartphone oder Handy.

Alle digital verbreiteten Angebote der ARD sind grundsätzlich unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten zu empfangen.

Wie funktioniert digitales Fernsehen?

Beim digitalen Fernsehen werden die Bild- und Tonsignale digital ausgestrahlt. Für die Verbreitung werden die Signale komprimiert, wodurch im Vergleich zum analogen Fernsehen eine geringere Bandbreite benötigt wird. Zur Darstellung von Bild und Ton auf Ihrem Fernseher wird das empfangene, komprimierte Signal wieder dekodiert. Diese Aufgabe übernimmt ein Receiver.

Abhängig von der Empfangsart - Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T) - benötigen Sie einen jeweils geeigneten Receiver.

Was sind die Vorteile des digitalen Fernsehen?

Das digitale Fernsehen bietet eine bessere Bild- und Tonqualität und eine größere Programmvielfalt als das analoge Fernsehen. Neben einer Vielzahl von öffentlich-rechtlichen Programmen sind auch eine ganze Reihe privater Programmangebote ausschließlich digital zu empfangen. Programmlisten finden Sie auf der Internetseite von SES Astra: www.astra.de. Außerdem werden attraktive Zusatzdienste wie der Electronic Programm Guide angeboten. Zusätzlich kann über den digitalen Empfang bereits heute mit einem entsprechenden Receiver eine Vielzahl von HD-Sendern empfangen werden.

Das digitale Programmbouquet der ARD - ARD Digital - wird unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten über alle Verbreitungswege ausgestrahlt: über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C), Antenne (DVB-T, teilweise) und Internet (IPTV).

ARD Digital umfasst 18 Fernsehprogramme: Das Erste, die Dritten Programme mit allen Landes- und Regionalprogrammen, die Digitalprogramme tagesschau24 (bisher EinsExtra), Einsfestival und EinsPlus sowie den Bildungskanal BR-alpha und die Partnerprogramme ARTE, PHOENIX, 3sat und KiKA. Hinzu kommen rund 60 Radioprogramme der ARD. 

Ein Großteil der Programme wird ab 30. April 2012 parallel in Standard- und HD-Qualität angeboten (nicht über DVB-T).

Attraktive programmbegleitende Zusatzdienste wie HbbTV mit den HbbTV-Mediatheken der ARD, der Elektronischen Programmvorschau (EPG), die Tagesschau-Anwendung und die ARD-Videotexte kommen hinzu. In HD-Qualität ausgestrahlt werden bereits Das Erste HD, die vier Dritten Programme von BR, NDR, SWR und WDR sowie die Partnerprogramme ARTE, PHOENIX, 3sat und KiKA, weitere Programme kommen 2014 hinzu. Welche Programme das sind, lesen Sie hier.

Wie kann ich die Programme von ARD Digital über Satellit empfangen?

Alle digitalen Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie Zusatzdienste der ARD werden digital über Satellit ausgestrahlt (DVB-S: Digital Video Broadcasting-Satellite). Die Verbreitung erfolgt über ASTRA auf der Position 19,2 Grad Ost. 

Informationen dazu, wie Sie Ihren digitalen Satellitenreceiver an den Fernseher anschließen und mit weiteren Geräten wie DVD-Player, Videorekorder oder Stereoanlage verbinden können, finden Sie hier (Infoblätter zum Download):
Anschlusstipps für digitale Satellitenreceiver.

Wofür gibt es die Dynamische PMT-Umschaltung?

PMT (Program Map Table) sorgt für die korrekte Auswertung und Darstellung der von Sendern ausgestrahlten Umschaltsignale für wechselnde Programme in einem Multiplex. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil sich die Regionalprogramme der ARD zu bestimmten Zeiten in lokale Fenster aufteilen. Aktuell zeigen die Sender rbb, MDR, NDR, SWR, WDR und der BR größtenteils zwischen 19.00 und 20.00 Uhr ein lokal unterschiedliches Programm: Der rbb beispielsweise zeigt in Berlin die "Abendschau", während in Brandenburg "Brandenburg aktuell" gesendet wird. Und von Nachrichten-Sendungen wie der "Lokalzeit" (WDR) gibt es unterschiedliche lokale Versionen.

PMT gibt es sowohl beim Empfang über Satellit (DVB-S) als auch über Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T). Die sogenannte "dynamische PMT-Umschaltung" sollte in allen DVB-Receivern standardmäßig enthalten sein.

Für Zuschauer, die über Satellit empfangen, bietet ARD Digital auf dem Testkanal "Test-R" die Möglichkeit, die PMT-Umschaltung von Receivern zu testen. Hier die Frequenzdaten des Testkanals:
 
Frequenz 10.744 GHz, SR 22000, FEC 5/6, horizontal


Die Detaildaten:
Service ID 28726
In der PMT PID 600 wird alle 60 Sekunden zwischen den beiden A/V Signalen von ARTE und PHOENIX gewechselt.
• MPEG-2 Video PID 401 und 501
• MPEG-1 Audio PID 402 und 502

Kann ich mit digitalem Fernsehempfang auch HDTV nutzen?

Ja, das digitale Fernsehen ermöglicht HDTV (mit analoger Technik ist HDTV nicht empfangbar). Sie benötigen für den HDTV-Empfang HD-fähige Geräte: einen HD-fähigen Fernseher (erkennbar am "HD ready"- oder "HD ready 1080p"-Logo) und einen HDTV-Receiver.

Mit dem HDTV-Receiver können Sie sowohl in Standard-Qualität (SD) als auch in hochauflösender Qualität (HD) empfangen. Aus dem Programmbouquet der ARD empfangen Sie somit alle gewohnten Programme in SD-Qualität und zusätzlich die HD-Programme der ARD.  

Über welche Empfangswege die HD-Programme der ARD verbreitet werden, lesen Sie hier.

Mehr zum Thema HDTV erfahren Sie hier: HDTV.

Wie kann ich digitales Fernsehen aufnehmen?

Auch das digitale Fernsehen bietet Ihnen die Möglichkeit, das laufende Programm aufzuzeichnen. Neben einem klassischen Videorekorder können Sie auch einen Festplattenrekorder (auch: Personal Video Recorder (PVR)) verwenden. Dieser eignet sich besonders für eine kurzzeitige Speicherung und einen schnellen Zugriff auf das aufgezeichnete Material. Auch Festplattenrekorder zeichnen meist nur schaltuhr-gesteuert auf, weshalb eine manuelle Zeiteingabe beim Programmieren empfehlenswert ist.

Einige Receiver verfügen auch über die Möglichkeit, eine externe Festplatte für Aufzeichnungen zu nutzen. Für die digitale Langzeitspeicherung oder Archivierung eignet sich dagegen ein DVD- oder Blu-ray-Rekorder.

 

Accurate Recording (AR) ist eine Funktion von digitalen Videorekordern bzw. Festplattenrekordern zum zeitgenauen Mitschnitt von Sendungen. Dabei werden keine Vor- oder Nachlaufzeiten der Fernsehsendung aufgezeichnet. Die Aufnahme startet automatisch am Beginn einer Sendung und wird nur wenige Sekunden nach deren Ende abgeschlossen. Zeitliche Verschiebungen im Programmablauf werden dabei ebenfalls berücksichtigt. Mit Accurate Recording bietet das digitale Fernsehen somit eine Alternative zum VPS (Video Programming System), das bei der digitalen Verbreitung nicht mehr angeboten werden kann.   

Wie funktioniert ein automatischer Sendersuchlauf?

Bei den meisten DVB-Receivern müssen Sie für den Suchlauf das Installationsmenü aufrufen (z.B. durch Druck auf die Tasten "Menü", "Installation" oder "Setup"). Dort wählen Sie die Funktion "Programmsuchlauf" bzw. "Sendersuchlauf" aus. Im nächsten Schritt starten Sie die automatische Suche. Nach einem Sendersuchlauf werden die neu gefundenen Programme meist am Ende der Senderliste einsortiert. Zum Abschluss der Installation können Sie die Programme mit Hilfe der Fernbedienung auf den gewünschten Programmplatz verschieben.

Die genauen Bedienungsschritte sind von Receiver zu Receiver unterschiedlich. Detaillierte Hinweise für die Durchführung des Sendersuchlaufs entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung. Sollte der Sendersuchlauf keinen Erfolg bringen, empfiehlt es sich, den Receiver auf die Werkseinstellung zurückzusetzen und dann erneut einen Sendersuchlauf zu starten. Anschließend müssen Sie die Video- und Audioeinstellungen sowie die Sortierung der Programme erneut vornehmen.

Der automatische Suchlauf ist der manuellen Suche vorzuziehen. Im Zweifel fragen Sie technisch versierte Bekannte oder wenden sich an einen Rundfunkfachbetrieb Ihres Vertrauens. Es lohnt sich, regelmäßig einen Suchlauf zu starten, um zu erfahren, welche neuen Programme auf Satellit aufgeschaltet wurden.

Wie funktioniert ein manueller Sendersuchlauf?

Da sich die Durchführung eines manuellen Sender-Suchlaufs abhängig vom jeweiligen Hersteller und Modell unterschiedlich gestalten kann, sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen oder sich an den Hersteller Ihres Geräts wenden. In der Regel ist für einen manuellen Suchlauf die Eingabe der Frequenz, der Symbolrate und des Fehlerschutzes notwendig. Der automatische Suchlauf ist meist unkomplizierter. Im Zweifel fragen Sie technisch versierte Bekannte oder wenden sich an einen Rundfunkfachbetrieb Ihres Vertrauens.

Welche Programme kann ich über DVB-T empfangen?

Je nach Region empfangen Sie über DVB-T eine unterschiedlich große Auswahl an Programmen. Welche Programme Sie in welcher Region in Deutschland empfangen können, sehen Sie auf der Website www.ueberallfernsehen.de.

Bieten die ARD-Programme digitale Untertitel an?

Die ARD verbreitet DVB-Untertitel über Satellit und Kabel für Das Erste (SD) seit Mai 2011 und für Das Erste HD seit August 2011. Außerdem strahlt der rbb im Raum Berlin-Brandenburg über DVB-T seit dem Jahr 2009 digitale Untertitel für Das Erste und das rbb Fernsehen aus.


Für die anderen ARD-Programme können Sie weiterhin die klassischen
Videotext-Untertitel nutzen.

Gibt es auch beim digitalen Fernsehen einen Videotext?

Auch beim digitalen Empfang haben Sie die Möglichkeit, den klassischen Videotext aufzurufen. Zusätzlich ermöglicht der digitale Fernsehempfang neue Dienste wie die elektronische Programmvorschau (EPG).

Einen Videotext im neuen Design und mit neuen Funktionen ermöglicht HbbTV.

Funktioniert VPS auch beim digitalen Fernsehen?

Im digitalen Fernsehen ist das bisher angewandte analoge VPS-Signal zur Programmierung von Videorekordern nicht anwendbar.

Für das digitale Fernsehen ist daher ein VPS-ähnliches digitales Signal entwickelt worden, welches über Satellit, Kabel und DVB-T bereits verbreitet wird. Das Signal (PDC-Deskriptor) wird in Form von Zusatzdaten über die DVB-Service-Informationen (SI-Daten) gesendet. 

Accurate Recording (AR) ist eine Funktion von digitalen Videorekordern bzw. Festplattenrekordern (PVR – Personal Video Recorder), bei der Vor- oder Nachlaufzeiten von Fernsehsendungen nicht aufgezeichnet werden. Verarbeitet werden Daten aus den Service-Informationen (SI) des Sendesignals. ARD, ZDF, ORF und beispielsweise SRF synchronisieren ihre Programmdaten mit dem tatsächlichen Programmablauf, so dass keine Vor- und Nachlaufzeiten mehr bei der Aufzeichnung entstehen können.

Bitte informieren Sie sich in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller Ihres Receivers, ob Ihr Gerät über diese Funktion verfügt.


Wie Sie digitales Fernsehen aufzeichnen können, lesen Sie hier.

Was bietet die elektronische Programmvorschau (EPG)?

Der EPG (Electronic Programme Guide) bietet für die Fernseh- und Radioprogramme eine Programmvorschau für vier Wochen im Voraus. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Sendungen sind für eine Woche im Voraus verfügbar. Für den EPG werden zu den einzelnen Programmen begleitende Zusatzinformationen übertragen. Sie enthalten unter anderem Sendungstitel, Dauer, Inhalte zur Sendung sowie die Vorschau auf künftige Sendungen.

Was sind SI-Daten?

SI steht für Service Information. Die SI-Daten werden von der ARD für den Electronic Programme Guide (EPG) Ihres Receivers ausgestrahlt.

Die SI-Daten beinhalten Zusatzinformationen zum TV-Programm wie Anfangs- und Endzeiten von Sendungen sowie kurze Inhaltsbeschreibungen. Dabei werden die SI-Daten in Present/Following- und Schedule-Daten unterschieden. Die Present/Following-Daten enthalten die Angaben zur aktuell laufenden und der nachfolgenden Sendung. Die Schedule-Daten hingegen liefern eine 4-Wochen-Programmvorschau, also Daten des Programms für die folgenden vier Wochen.

Ist für jedes Fernsehgerät ein eigener Receiver notwendig?

Ja, für jeden Fernseher benötigen Sie einen eigenen Receiver. Das gilt für alle digitalen Empfangswege, ob Satellit, Kabel, Antenne (terrestrisch) oder IPTV. Bei Flachbildfernsehern ist der Receiver häufig bereits integriert, so dass Sie kein zusätzliches externes Gerät mehr brauchen.

Wenn Sie ein Programm aufzeichnen wollen, während Sie ein anderes sehen, benötigen Sie entweder zwei Receiver oder einen sogenannten Twin-Receiver.

Sind auch Hörfunkprogramme digital zu empfangen?

Ja, Sie können über Satellit und auch über Kabel und IPTV eine Vielzahl von Radiosendern empfangen. Über ASTRA 19,2 Grad Ost und in Teilen des Kabelnetzes werden zusätzlich zu den rund 60 ARD-Hörfunkprogrammen mehr als 140 weitere digitale Hörfunkprogramme in CD-Qualität ausgestrahlt. Darunter finden sich auch viele regional ausgerichtete Radiosender. In Berlin werden zudem einige Hörfunkprogramme auch über DVB-T ausgestrahlt.

Wenn Sie über Kabel empfangen, wenden Sie sich für Informationen über das digitale Radioangebot bitte an den Kabelnetzbetreiber, der für Ihre Region zuständig ist.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/DKultur, DW

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